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19.11.2020 18:05
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19.11.2020 13:15
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DSL e.V. Deutsche Seniorenliga: Immer mehr Rentner gehen weiter arbeiten – aus Spaß an der Arbeit oder aus Geldnot? Den Lebensabend in Ruhe genießen, seinen Hobbys nachgehen, Zeit mit den Enkeln verbringen und natürlich verreisen. Für viele Rentner sieht diese ...

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18.11.2020 07:00
Betriebsgesundheit im Coworking Space? / Krankenkassen stärken Mitarbeitergesundheit in New Work-Modellen
BKK VBU: Berlin (ots) - Mit einem auf zwei Jahre angelegten Präventionsprojekt "betterplace well:being" erforschen die Betriebskrankenkassen BKK·VBU, Salus BKK und pronova BKK wie die Zusammenarbeit in neuen Arbeitsformen und -umgebungen ...

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BRR-Publikationen

Beamte schon mit Mitte 50 in den Ruhestand


13. August 2020

Immer mehr Beamte gehen mit Mitte 50 wegen Dienstunfähigkeit in Ruhestand!  

Ein hoher Anteil der Beamten des Bundes geht relativ früh in Ruhestand. Zuletzt erreichte die Zahl der Frühpensionäre einen neuen Rekordwert. Im Jahr 2018 lag der Anteil der vorzeitig in Ruhestand gegangenen Bundesbeamten bei 12,2 Prozent, wie der „Siebte Versorgungsbericht der Bundesregierung“ vom März 2020 ausweist.

In dem Zahlenwerk heißt es wörtlich: „Der Anteil der Pensionierungen aufgrund von Dienstunfähigkeit ist im unmittelbaren Bundesbereich in den letzten Jahren gestiegen.“ Das gelte für Beamte der Bundesbehörden, bei der Bundeswehr sowie Richter. In absoluten Zahlen waren es „rund 580 Fälle“, wie es weiter heißt. Die Zahl der Bundesbediensteten ist in den letzten Jahren stürmisch gewachsen.

Das Durchschnittsalter aller Bundesbeamten, die wegen Dienstunfähigkeit in Ruhestand gehen, liegt laut den Zahlen bei ungefähr 54 Jahren. Der Bund beschäftigt derzeit gut 200.000 Beamte und erreicht damit einen neuen Rekord. Allein in den vergangenen 24 Monaten entstanden beim Bund rund 23.500 neue Stellen. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um Beamte.

Bund will Zahl der Frühpensionäre drosseln
Bereits seit Jahren versuche der Bund, die Quote der Frühpensionäre zu reduzieren, berichtet die „Welt". Dazu gehören Maßnahmen wie Abschläge auf die Pensionshöhe bei vorzeitigem Ruhestand. Diese finanziellen Einbußen nahmen im Jahr 2018 auch vier Prozent aller Ruheständler bewusst in Kauf, indem sie selbst um Frühpensionierung baten.
 
Für den Trend zum frühzeitigen Ruhestand auf Kosten der Steuerzahler gibt es laut dem Bericht  zwei wesentliche Gründe: Das sind die "Überalterung und die steigende Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst“, erklärte Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes dbb, der „Welt“.„Immer weniger Beschäftigte müssen immer mehr Aufgaben erfüllen“, so der dbb-Boss. (Es klingt so,als dass es in der freien Wirtschaft
keine steigende Belastung gibt sondern nur im öffentlichen Dienst) Wichtige Gründe für diese Entwicklung seien die Zunahme der Migration seit 2015 sowie die aktuelle Corona-Krise.

Zu der "steigenden Arbeitsbelastung" beim Bund kommt aus Sicht des dbb-Chefs ein entscheidender Faktor hinzu: Rund ein Drittel aller Bundesbeamten sei 55 Jahre oder älter. Das führe zu einer schlechteren gesundheitlichen Verfassung der Betroffenen, heißt es in dem Bericht. (Was sollen da die normalen Arbeitnehmer sagen die nur die gesetzliche KV zur Verfügung haben und keine Privatkrankenversicherung?)

Dank Vorruhestand werden Behördenleiter "unbeliebte" Mitarbeiter los

Doch die "hohe Arbeitsbelastung" – beispielsweise für Polizeibeamte im Dauereinsatz ( was nachvollziehbar ist) – ist wohl nur für einen Teil der Frühpensionierungen verantwortlich.

Ein weiterer Faktor ist es, den Personalbestand zu bereinigen. „Für manche Behörden war es eine Zeit lang einfacher, missliebige Kollegen wegen Dienstunfähigkeit in den Vorruhestand zu versetzen, als die dahinter liegenden Probleme anzugehen“, sagt Gisela Färber von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.

Aderlass an Fachkräften
Frühzeitig aus dem Dienst ausscheidende Beamte führen dazu, dass viel Know-how verlorengeht. Noch wichtiger aber sind die hohen Kosten, für die der Steuerzahler aufkommen muss. Ein Beamter in Frühpension kostet den Staat rechnerisch etwa doppelt so viel wie ein normaler Staatsdiener, erklärte die Finanzwissenschaftlerin Färber in dem Bericht.

Die Expertin rät den Behörden, mehr zu unternehmen, um die Beamten im Dienst zu halten. Als Manko benennt Färber „wenige Beförderungsmöglichkeiten“ im Öffentlichen Dienst. (Man könnte es auch finanziel anders gestalten, so dass die Mindestpension erst mit 55 Jahren und nicht schon mit 5 Berufsjahren erreicht wird)

Große Unterschiede zwischen Renten und Beamtenpensionen
Die genannten Zahlen zeigen: Ein Großteil der Beamten arbeitet bis zur regulären Pensionsgrenze von maximal 67 Jahren. Dennoch ist bekannt: Ex-Staatsdiener haben wesentliche höhere Ruhegehälter als reguläre Arbeitnehmer. Das gilt selbst dann, wenn sie in den vorzeitigen Ruhestand wechseln.

Vergleich
Die durchschnittliche Altersrente in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 902 Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung ermittelte. Männer kamen danach im Schnitt auf 1087 Euro, Frauen auf 688 Euro. Von den Beträgen sind Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge bereits abgezogen.

Laut den offiziellen Zahlen erreichte das Rentenniveau normaler Arbeitnehmer 2019 im Schnitt 48,16 Prozent bei 45 Jahren Beitragszahlung.

Pensionen:
Auch interessant: 1761 Euro Minimum - Erreichbar schon nach 5 Jahren als Beamter.
Doppelt so viel Pension wie Rente ohne je etwas einbezahlt zu haben.

Kluft zwischen Beamten und Rentnern immer größer.

Die sogenannte Beamtenversorgung sieht bei ehemaligen Staatsdienern dagegen ganz anders aus. Grund dafür ist unter anderem, dass sie infolge der gesetzlichen Bestimmungen bis zu 71,75 Prozent ihrer letzten – und damit höchsten – Dienstbezüge als Ruhegehalt bekommen. Diesen Prozentwert erreichen sie rechnerisch nach 40 Jahren, weil jedes volle Dienstjahr 1,79375 Prozentpunkte bringt. Allerdings machen längst nicht alle Beamten so lange Dienstzeiten - und sei es, weil sie vorzeitig ausscheiden weil die Pension auch so hoch genug ist.

Für den normalen Arbeitnehmer stellt sich hier die Frage haben wir noch "Staatsdiener"  oder  "dienen" sich die Beamten eher selbst?

So wie es aussieht,ist für unsere Beamten der Staat ein Selbstbedienungsladen geworden,
das durch Rechtsprechung Ihrer " Kollegen" seitens des Richterbundes geschützt wird.Die Tendenz zur " Bananenrepublick" ist durchschritten,wir sind angekommen. 

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12. November 2020

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