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Rententhemen
05.08.2020 11:00
VOX startet neues Generationenprojekt: "Altes Haus sucht Mitbewohner" ab 1. September dienstags um 20:15 Uhr
VOX Television GmbH: Köln (ots) - Erst vor wenigen Wochen wurde VOX für "Wir sind klein und ihr seid alt" mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Bestes Factual Entertainment" ausgezeichnet - schon startet beim Kölner Sender mit "Altes Haus sucht ...
03.08.2020 09:32
Krankenstand explodiert - vor allem bei Frauen
Kaufmännische Krankenkasse - KKH: Krankenstand explodiert – vor allem bei Frauen Deutlich mehr Fälle von Erkältungskrankheiten und psychischen Leiden in der Corona-Krise Hannover, 3. August 2020 – Ängste, Depressionen und Erkältungssymptome: Während der Corona-Pandemie ...

Altersarmut
31.07.2020 16:09
GLOBAL GOLD Interview mit Marko Querfurth: 11 Fragen zum Thema Rücklagen- und Vermögensschutz
GLOBALGOLD AG: Berlin (ots) - Zur Person: Marko Querfurth ist Vorstand beim Bund der Steuerzahler Sachsen e. V., Experte für Rücklagen- & Vermögensschutz und nachgefragter Referent zum Thema Staatsverschuldung und ihre Auswirkungen auf unsere Ersparnisse. Er ...
15.07.2020 15:47
Trennung - Scheidung - Jenseits der Zahlen des statistischen Bundesamtes
Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV: Die heute vom statistischen Bundesamt veröffentliche „Scheidungsstatistik“ verzeichnet im Jahre 2019 einen Anstieg von 1000 Scheidungen im Vergleich zu 2018. Bisher waren seit 2012 die Scheidungen kontinuierlich gesunken. Deutet sich eine ...

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BRR-Publikationen

Demografischer Faktor aus Sicht der Rentenbeitragszahler


31. Juli 2020

Demografie – ein politisch missbrauchter Begriff  Teil 1

In den politischen Debatten der letzten Jahre nimmt das Thema Demografie einen immer wichtigeren Stellenwert ein.So berufen sich Politiker fast aller Parteien bei ihren Entscheidungen und Plänen mit Vorliebe auf die Veränderungen in der Altersstruktur der Bundesrepublik Deutschland, um den Umbau - sprich Abbau - des Sozialstaats zu begründen.Im Vordergrund dieser Argumentation stehen dabei die zunehmende Überalterung und der Bevölkerungs-rückgang. Die Folge wäre, so wird argumentiert, dass die sozialen Sicherungssysteme zunehmend an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen.Deshalb seien radikale Einschnitte vor allem im Renten-system unvermeidlich, ebenso eine Privatisierung der Renten-und Krankenversicherungssysteme.

Auffallend ist,dass insbesondere von der Arbeitgeberseite und den durch die Wirtschaft gesteuerten Politikern und Sachverständigen das Reizthema „Demografischer Wandel“ gezielt instrumentalisiert wird.Als unter Umständen unfreiwillige Helfer stehen ihnen dabei manche Medien zur Seite, die Zahlen und Thesen unreflektiert aber auflagenstark an den Leser bringen – nach dem Motto:„Je negativer und aufregender das Argument, desto gewagter die demografische Schlussfolgerung.   

Schlagworte wie „Krieg der Generationen", „demografische Zeitbombe", „Vergreisung", „Greisenrepublik" oder „sterbendes Volk" suggerieren,ganz Deutschland stünde kurz vor dem politischen und ökonomischen Zusammenbruch.

Als Diskussionsgrundlage nehmen die Politiker Angaben des statistischen Bundesamtes. Die Lebenserwartung erhöht sich danach bis zum Jahr 2060 auf 84,8 Jahre für Männer beziehungsweise 88,8 Jahre für Frauen.
Laut Bundesamt für Statistik standen 2011 hundert 20- bis 59jährigen 44 Senioren gegenüber. Dieser "Altenquotient" soll im Jahr 2050 schon 78 betragen.


Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass diese Annahmen nur Modellrechnungscharakter haben und keine Prognosen oder verwendbare Fakten sind. In solchen Modellrechnungen können unter Annahme unterschiedlicher Werte verschiedene Szenarien „durchgespielt“ werden. Es handelt sich also um rein hypothetische Zahlen, denen bestenfalls eine Bedeutung im Sinne einer „Kunst des Vermutens“ zugesprochen werden kann. Es ist nicht auszuschließen, dass im Interesse der Politik und Wirtschaft ein wissenschaftliches Modell bedient wird, um eine entsprechende Gesetzgebung durchzusetzen.

Wäre auf einer solch unwissenschaftlichen Basis im Jahr 1900 die Altersstruktur der deutschen Gesellschaft für das Jahr 1950 vorhergesagt worden, wäre wahr-scheinlich durch die Grundannahmen der Jahrhundertwende eine Bevölkerungs-zahl von über 200 Mio. Einwohner vorhergesagt worden. Niemand hätte die beiden Weltkriege und den sozioökonomisch bedingten Rückgang der Geburtenzahlen berücksichtigen können. Hätte man die Statistiker im Jahre 1950 nach der Gesamt-population im Jahre 2000 gefragt, hätten sie nichts vom Pillenknick, von der Wie-dervereinigung der beiden deutschen Staaten, den Kriegen in Jugoslawien der Zuwanderung und der Völkerwanderung aus Syrien und den afrikanischen Staa-ten sowie neuerdings von der COVID 19-Pandemie gewusst, die die realen Zahlen maßgeblich beeinflusst haben. 

Die Politik, sogenannte Experten (Herzog, Raffelhüschen, Miegel etc.), Wirtschafts-weise (Rürup, Bofinger und Schnabel), Lobbyorganisationen (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft INSM, Bertelsmann Stiftung etc.) und die Medien, übernahmen die angenommenen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung nahezu kritiklos. Ziel war es, durch ständige Wiederholung ein Schreckensszenario in der Öffentlichkeit zu etablieren.
 
Die Mär vom Generationenkonflikt

Im konkreten Fall soll die Bevölkerung in Alte und Junge gespalten werden. Dazu wird das Szenario einer „nützlichen“ demografischen Entwicklung bemüht, das sich nur aus „einer“ Modellrechnung von vielen ableitet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist hoch spekulativ und soll der Versicherungsbranche weitere milliardenschwere Geschäftsfelder eröffnen, mit der Botschaft, dass es der jungen Generation künftig dramatisch schlechter gehen werde und die Alten daran schuld sind. Diese Argu-mentation ist ein Offenbarungseid für die Wertevorstellung von Politik und Wirt-schaft.

Es ist den Politikern natürlich klar, dass die Alten eine bedeutende Wählergruppe sind. Deshalb müssen sie verhindern, dass sich 21 Mio. Seniorinnen und Senioren mit Nachdruck gegen die Spaltung der Generationen wehren.

Das Schüren des Generationskonflikts soll bewirken:

● dass sich die Bürgerinnen und Bürger mit sich selber beschäftigen, damit Wirt-schaft und Politik die weitere Demontage des Sozialstaats ungestört und ohne Einmischung der Bürger realisieren können.

● dass die Bürger von den eigentlichen Auswirkungen der Demografie abgelenkt werden, an denen seit Jahrzehnten herumgedoktert wird.

● dass die Politiker von ihrer mangelnden Bereitschaft ablenken, eine Wirtschafts- und Sozialpolitik durchzusetzen, von der auch die Arbeitnehmer und Rentner profitieren.

● dass die Leistungen der solidarischen Sozialversicherungssysteme (Rente, Ge-sundheit, Pflege) mit dem Verweis auf „die vielen Alten, die so viel kosten“ immer mehr reduziert werden.

● dass durch die Privatisierung der Kosten von sozialen Risiken für die Versiche-rungswirtschaft neue Kundschaft erschlossen wird.

● dass von der wachsenden Kluft zwischen Armen und Reichen abgelenkt wird.

Seit die Wirtschaft und die Politik den Nutzen der demografischen Verschiebungen um die Jahrtausendwende für ihre Zwecke und Interessen erkannt haben, stehen die sozialen Sicherungssysteme unter besonderer Beobachtung. Bei Hartz IV, Ren-te mit 67 und die Stärkung privater Alterssicherungen sprachen die jeweilige Regie-rung und die Wirtschaft von unabwendbaren Maßnahmen – sie wurden einfach durchgedrückt. Die Kritiker, auch wir nennen das eine gigantische Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.

Die Kluft zwischen Arm und Reich

Arm und Reich driften immer weiter auseinander. Das ist das zentrale Ergebnis ei-ner Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) zur Ein-kommensverteilung in Deutschland. Die Studie zeigt, dass nicht nur die Anzahl Är-merer und Reicherer immer weiter wächst – seit zehn Jahren werden ärmere Haus-halte auch immer ärmer. Nur noch 48 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung gehören noch zur Mittelschicht, mit Nettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.800 Eu-ro. 2000 waren es noch mehr als 66 Prozent.

Als wesentlichen Grund für das Schrumpfen der Mittelschicht in Deutschland se-hen die Experten das Anwachsen des Niedriglohnbereichs. Hintergrund sei die Zunahme der im Schnitt geringer bezahlten Jobs im Dienstleistungssektor und der Wegfall von Arbeitsplätzen in der Industrie.

Lohnstückkosten und Produktivitätsentwicklung: Wer sind die Gewinner?

Die deutsche Wirtschaft zählt im europäischen Vergleich mit zu denen mit der höchsten Produktivitätsrate. Einer der Gründe für diese hohe Produktivität ist der hohe Automatisierungsgrad in der Industrie. Wo früher tausende Arbeiter an den Fertigungsbändern standen, stehen heute Roboter, für die weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden. Die drastische Reduzierung der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Erhöhung der Ausbringungsstückzahlen hat eine dramatische Aus-wirkung auf die Einkommenssituation für die Arbeitnehmer mit sich gebracht.

Die verbliebene Belegschaft wurde und wird an der Steigerung des Profits durch die höheren Ausbringungsquoten nicht beteiligt.

"Die Gesellschaft könnte spielend aus dem wachsenden Wohlstand die wachsende Altenzahl finanzieren", sagt der empirische Sozialforscher Professor Gerd Bosbach von der Fachhochschule in Remagen. Bedingung sei allerdings, dass die Steige-rung der Arbeitsproduktivität pro Stunde und damit des Wohlstands nicht nur in die Taschen der Betriebe und Konzerne wandere, sondern auch an die Beschäftigten weitergegeben werde. Dann könnten die Arbeitnehmer sogar noch einen deutlich höheren Rentenversicherungsbeitrag zahlen als jetzt - und hätten trotzdem mehr Geld in der Tasche. Oder anders formuliert: "Produktivität schlägt Demografie."

Teil 2 demnächst




Die Plünderung an den Rentenbeitragsgeldern geht unvermindert weiter.Teil 2

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04. Juli 2020

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Privilegien/Schatteneinkommen der Beamten Nr. 05/20

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Rentner-Armut per Gesetz

ARD.Griff in die Rentenkasse

ARD.Rentenvergleich Österreich-Deutschland

Rainer Heise Rente im Tiefflug

Fakten über Betriebsrente

Beamtenreport ARD 3.12.2018

Heute Show zur Rente und dbb

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